PROMI – Promotion inklusive

Logo der Maßnahme PROMI

Im Rahmen des Projektes PROMI – Promotion inklusive wurden bis 2015 deutschlandweit 45 Promotionsstellen für schwerbehinderte Hochschulabsolvent*innen an 21 kooperierenden Hochschulen geschaffen.

Die fachliche Ausrichtung der Promovierenden, die für das Projekt gewonnen werden konnten, ist sehr breit und vielfältig. Einen Eindruck vermittelt die Website (https://promi.uni-koeln.de/promi-inside/).

Bei den Promotionsstellen handelt es sich um 3-jährige, sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsverhältnisse mit der Möglichkeit zur individuellen Verlängerung um bis zu weitere 2 Jahre. Der Vorteil: Die Promovierenden sind finanziell abgesichert und es besteht ein Rechtsanspruch auf notwendige individuelle berufliche Reha-Leistungen. Außerdem wird die Chance zur nachhaltigen Weiterbeschäftigung auf dem ersten Arbeitsmarkt erhöht.

Auf Ebene der Universitäten geht es darum, nachhaltige Strukturen und neue Zugangsmöglichkeiten für schwerbehindert Studierende und Mitarbeitende zu etablieren sowie bundesweite Netzwerke zu der Thematik zu bilden. Über die Evaluation des Projektes sollen Hürden identifiziert und Best Practices gesammelt werden, auf deren Grundlage Handlungshilfen für Absolvent*innen und Arbeitgeber*innen erstellt werden.

Auf gesellschaftlicher Ebene trägt das Projekt dazu bei, das Thema „Inklusive Hochschule“ voranzutreiben und dabei öffentliche Aufmerksamkeit für die Gruppe hochqualifizierter Menschen mit Beeinträchtigung herzustellen.

Zielgruppen sind Hochschulabsolvent*innen mit Behinderungen, Hochschulleitungen, weitere Hochschulangehörige mit Berührungspunkten Promotion und Behinderung, politisch sowie gesellschaftlich Agierende  zwischen Arbeit, Hochschule und Beeinträchtigungen.

Die Leitung des Projektes als auch die wissenschaftliche Begleitung sowie Evaluation liegt bei dem Lehrstuhl für Arbeit und berufliche Rehabilitation von Prof.' Dr.' Mathilde Niehaus an der Universität zu Köln.

Es kooperieren der Service für schwerbehinderte Akademiker*innen der ZAV der Bundesagentur für Arbeit sowie das "UnternehmensForum", welches branchen-übergreifend bundesweite Brücken zur Wirtschaft schlägt. Das Projekt wird vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales gefördert und läuft seit 2013 bis 2021.